Fanblast & Knossi:
Der Fanblast-Skandal rund um den deutschen Influencer Knossi ist kein klassisches Influencer-Drama, sondern ein strukturelles Brand-Safety-Signal. Vorwürfe zu Transparenz, Machtverhältnissen und dem Umgang mit Creator-Daten zeigen, dass Risiken häufig außerhalb aktiver Kampagnen entstehen. Für Marketeers ist der Fall eine klare Mahnung: Influencer Marketing erfordert langfristige Beobachtung von Creator-Ökosystemen , nicht nur die Bewertung einzelner Posts. IROIN® unterstützt dabei, Zusammenhänge, Historien und Entwicklungen systematisch einzuordnen, bevor sie öffentlich eskalieren.
Fanblast & Knossi: Wenn Creator-Projekte zur Brand-Safety-Falle werden
Es begann nicht mit einem Shitstorm.
Es begann mit Stimmen, die lange kaum gehört wurden.
Ehemalige Creator und Geschäftspartner des Creator- und Event-Projekts Fanblast erhoben öffentlich schwere Vorwürfe: gebrochene Zusagen, fehlende Transparenz, problematische interne Strukturen , und besonders sensibel , Fragen zum Umgang mit Creator-Daten. In der öffentlichen Diskussion tauchte unter anderem der Vorwurf auf, dass Kontaktdaten von Creatorn, darunter auch Telefonnummern, ohne ausreichende Klarheit über Zweck und Weiterverwendung geteilt worden seien, wie ComicSchau berichtet:
👉 https://www.comicschau.de/news/fanblast-skandal-robbubble-knossi-703529/
Unabhängig davon, wie einzelne Anschuldigungen juristisch oder faktisch zu bewerten sind, markiert dieser Punkt eine klare Grenze. Sobald Vertrauen, Datenflüsse und Machtverhältnisse in Creator-Projekten infrage stehen, wird aus einem internen Konflikt ein Brand-Safety-Thema , auch für Marken, die nie direkt involviert waren.
Im Zentrum der Debatte steht dabei auch Knossi, einer der bekanntesten Influencer im deutschsprachigen Raum und Mitgründer von Fanblast.
Warum der Skandal zuerst auf YouTube sichtbar wurde
Auffällig am Fall Fanblast ist nicht nur, was öffentlich wurde, sondern wo die öffentliche Aufarbeitung begann. Der Skandal nahm seinen Anfang nicht in klassischen Medien, nicht durch Marken oder Agenturen, sondern innerhalb der Creator-Szene selbst.

YouTuber wie Klengan und RobBubble griffen die Vorwürfe früh auf, bündelten verstreute Aussagen, ordneten öffentliche Statements ein und machten interne Dynamiken erstmals nachvollziehbar. Klengan analysierte in seinem Video vor allem Machtverhältnisse, Kommunikationsmuster und inhaltliche Widersprüche innerhalb des Projekts und seiner öffentlichen Darstellung. RobBubble näherte sich dem Thema journalistischer, sammelte Perspektiven aus der Community und gab Betroffenen Raum, ihre Erfahrungen zu schildern.
Erst nachdem diese Videos eine größere Reichweite erzielten und die Diskussion innerhalb der Community Fahrt aufnahm, griffen größere Online-Medien den Fall auf. In der Folge veröffentlichte Fanblast ein Video-Statement, später folgte der Versuch einer Neupositionierung unter dem Narrativ „Fan First“. Auch Knossi selbst äußerte sich öffentlich zu seiner Rolle und Verantwortung im Projekt.
Für Marketer ist dieser Ablauf entscheidend. Er zeigt, dass brandrelevante Risiken heute häufig dort sichtbar werden, wo klassische Brand-Safety-Mechanismen nicht hinschauen: in Community-Diskursen, auf YouTube, in langfristigen Creator-Beobachtungen. Nicht als plötzlicher Skandal, sondern als sich verdichtende Narrative, die über Wochen oder Monate entstehen , lange bevor sie in offiziellen Pressekanälen auftauchen.
Warum das kein klassisches Influencer-Drama ist
Der Fanblast-Fall unterscheidet sich fundamental von bekannten Influencer-Krisen.
Es gab keinen problematischen Sponsored Post. Keine misslungene Kampagne. Keine fehlerhafte Werbekennzeichnung. Aus klassischer Brand-Safety-Sicht gab es zunächst nichts, was sich klar als problematisch identifizieren ließ.
Stattdessen entwickelte sich das Risiko innerhalb eines creator-geführten Unternehmens: über Zeit, über Beziehungen, über enttäuschte Erwartungen, über unklare Verantwortlichkeiten und über Fragen zur Datenhoheit. Diese Dynamiken wurden innerhalb der Community diskutiert, lange bevor sie öffentlich eskalierten.
Genau hier stoßen viele bestehende Brand-Safety-Logiken an ihre Grenzen. Sie bewerten Inhalte , aber nicht Entwicklungen. Sie reagieren auf sichtbare Fehler , nicht auf schleichende Strukturprobleme.
Der Fanblast-Fall zeigt: Reputationsrisiken können entstehen, ohne dass je ein problematischer Post veröffentlicht wird.
Creator-Risiken entstehen leise
Creator sind heute nicht mehr nur Reichweitenkanäle. Sie sind Unternehmer, Arbeitgeber, Investoren und öffentliche Figuren zugleich. Ihre Projekte erzeugen Abhängigkeiten, Datenflüsse und Erwartungshaltungen , intern wie extern.
Communities beobachten diese Entwicklungen oft sehr genau. Marken hingegen nehmen sie häufig erst wahr, wenn Konflikte bereits öffentlich geworden sind.
Für Marketeers bedeutet das:
- Brand Safety ist kein Kontrollmechanismus für Kampagnen.
- Sie ist eine Frage von Kontext, Historie und Entwicklung.
Wo IROIN® konkret ins Spiel kommt
Genau an dieser Stelle wird deutlich, wofür IROIN® heute eingesetzt wird. IROIN® ist darauf ausgelegt, Zusammenhänge, Historien und Entwicklungen im Influencer Marketing sichtbar zu machen, in denen Risiken entstehen können, oft lange bevor sie öffentlich eskalieren.
IROIN® hilft Marketeers, Creator-Ökosysteme nicht punktuell, sondern über Zeit zu verstehen:
- Discovery dient nicht nur dem Finden von Creatorn, sondern dem Einordnen von Themen, Narrativen und langfristigen Content-Mustern.
- Campaigning & Reporting machen Kooperationen historisch nachvollziehbar: Wer arbeitete wann, in welchem Kontext, mit welchen Marken?
- Relationship Management schafft Transparenz über Dauer, Intensität und Entwicklung von Creator-Beziehungen , eine Voraussetzung, um Chancen und Risiken realistisch einzuschätzen.
Der Fanblast-Fall verdeutlicht, warum das entscheidend ist. Die Vorwürfe entstanden unabhängig von einzelnen Kampagnen, wirkten aber rückblickend auf jede Marke zurück, die mit den beteiligten Personen assoziiert war.

Was der Fanblast-Fall für professionelles Influencer Marketing verändert
Der Fall Fanblast ist kein Ausreißer und kein klassisches Influencer-Drama. Er macht sichtbar, wo viele Risiken im Influencer Marketing tatsächlich entstehen: außerhalb von Kampagnen, jenseits einzelner Posts und oft lange bevor Marken überhaupt reagieren können.
Die entscheidenden Signale lagen nicht in problematischem Content, sondern in Strukturen, Beziehungen und Erwartungen innerhalb eines Creator-Projekts. Genau deshalb greift ein kampagnenzentrierter Blick zu kurz. Wer Influencer Marketing ausschließlich über Aktivierungen, KPIs und kurzfristige Maßnahmen steuert, sieht Entwicklungen häufig erst dann, wenn sie öffentlich eskalieren.
Für Marketer bedeutet das einen Perspektivwechsel. Brand Safety ist kein Notfallmodus, den man einschaltet, wenn es brennt. Sie ist das Ergebnis von Kontext, Historie und kontinuierlicher Beobachtung. Vertrauen entsteht nicht durch einzelne Kampagnen, sondern durch das Verständnis dafür, wie sich Creator, ihre Projekte und ihre Ökosysteme über Zeit entwickeln.
Professionelles Influencer Marketing beginnt dort, wo Zusammenhänge sichtbar gemacht werden: zwischen Creatorn, ihren Beteiligungen, ihren Communities und den Marken, die mit ihnen arbeiten. Genau dieses Verständnis entscheidet heute darüber, ob Partnerschaften nachhaltig wachsen oder unbemerkt zu Reputationsrisiken werden.
Willst du dein Influencer Marketing
auf ein neues Level heben?
Sprich mit unseren Experten, um mit IROIN® Creator zu finden, analysieren und deine Strategie auf Erfolg zu trimmen.


Nicole